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7.-11. August 2019
Eschwege, Germany

Open Flair Festival 2014

30. Open Flair Festival
06.08.2014 - 10.08.2014

Auf zu neuen Ufern


Jubiläumsfestival mit Spitzenbesetzung und neuem Gelände am Werratalsee


Das Jubiläum – 30 –, lang war es erwartet worden, und nun war es endlich da. Viel war im Vorfeld spekuliert worden, mit welchen Specials der Arbeitskreis Open Flair zum runden Geburtstag würde aufwarten können. Wieder konnte mehr als acht Wochen vor Festivalbeginn der Ticketshop seine Pforten schließen, denn es waren alle 20.000 Tickets verkauft. In diesem Jahr wurde am Nordufer des Werratalsees ein neues Veranstaltungsgelände erschlossen, auf dem Freitag und Samstag allen Nachtschwärmern mit der Red-Bull-Nachtschicht und den Jungs von Flora & Fauna aus Witzenhausen eine weitere Möglichkeit zum Abfeiern geboten werden sollte. Schon rein optisch war das Jubiläumsfestival brillant: Jeden Abend wurde – jeweils an einem anderen Ort – ein großes Feuerwerk gezündet. Wie auch schon im  Jahr zuvor wurde am Mittwoch auf der Seebühne die Warm-up-Party gestartet. Diesmal kamen Acts wie Ignite oder SDP zum Zug, die das Publikum auf das Flair einstimmten und eine Menge gute Stimmung verbreiteten.

Der Donnerstag konnte mit vielen Highlights, darunter besonders dem dritten Flair-Auftritt von Madsen, punkten. Während das E-Werk bei der Eröffnungsshow wie immer aus allen Nähten platzte, wurde den Besuchern auf der Seebühne von Dampfmaschine ordentlich eingeheizt. Bei den Truckfighters und Zebrahead kam das erste Mal echte Festivalstimmung auf, die Menge hüpfte und feierte, was das Zeug hielt.  Am späten Abend gaben Madsen vor voller Kulisse alles und entließen das zufriedene Publikum in die Nacht.

Am Freitag wurde erneut Großes aufgefahren, denn die mitreißenden Gigs von Antiflag, Millencolin und auch LaBrassbanda brachten die Kulisse zum Feiern. Die Broilers sorgten mit ihrer Show für Begeisterung und testeten nebenbei die Textsicherheit der Besucher, die sich aber einwandfrei schlugen. Nach 2013 zum zweiten Mal in Eschwege, toppte im Anschluss Casper als letzter Act auf der HR3-Bühne seine Show vom Vorjahr und wurde enthusiastisch von der Menge gefeiert. 

Wie an den bisherigen Tagen begleitete auch am Samstag strahlender Sonnenschein das Festival. Unter anderem standen Enter Shikari, Steelpanther und Kadavar auf dem Programm, und Ska-P schafften es mit ihrer verrückt-lauten Performance, trotz der Sprachbarrieren eine großartige Stimmung zu verbreiten. Das Highlight dieses Tages waren sicherlich Seeed, die mit ihrer explosiven Mischung aus Reggae und Dancehall und einem bunten Strauß ihrer Hits das Werdchen zum Beben brachten und mit ihrer Bühnenpräsenz das gesamte Publikum mitrissen. 

Der letzte Festivaltag begann zunächst ebenfalls sonnig, und gerade begann sich das Werdchen zu großen Teilen zu füllen, da drohte eine schlechte Nachricht: Unwetterwarnung! Binnen kurzer Zeit tobte ein Regensturm mit orkanartigen Böen über Nordhessen und setzte das Werdchen unter Wasser. Zäune wurden umgerissen, und ein Stromausfall auf der Freibühne zwang Apologies, I have None zum Abbruch ihres Gigs. Über mehrere Minuten war das Gelände stillgelegt, was aber das Publikum nicht davon abhielt, den entstandenen See zu Kanufahrten zu nutzen. Spontan bildete sich ein Paddelachter auf dem Werdchen. Als kurze Zeit später die Sonne wieder schien und Frank Turner unter einem Regenbogen loslegte, war der Tag gerettet. Alles war gut gegangen – zum Glück. Zu später Stunde erschienen Rise Against auf der HR3-Bühne, nachdem sie extra für das Flair über den großen Teich geflogen waren, und präsentierten in einer europaweit exklusiven Festival-Premiere ihr neues Album „The Black Market“. Sie zeigten ihr ganzes Können on Stage und brachten die Menge trotz kühlerer Temperaturen zum Toben, wofür sie  frenetischen Applaus erhielten. Zum Abschluss erhellte ein noch größeres Feuerwerk als zuvor für mehrere Minuten den Eschweger Nachthimmel und dankte den Besuchern für das tolle Festival.

Trotz der Wettereskapaden war das 30. geschafft, und wie! Alle 1200 Helfer hatten kräftig mit angepackt, um so schnell wie möglich alle Probleme zu beseitigen und das Festival am Laufen zu halten. Und wir können sicher behaupten: Nicht jedes Festival kann sich rühmen, Festivalbesucher zu haben, die im Regen tanzen und aus der widrigsten Situation Freude gewinnen.
Von Christine Clever


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