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7.-11. August 2019
Eschwege, Germany

Open Flair Festival 2010

26. Open Flair Festival
12.08.2010 - 15.08.2010

4 Tage – 6 Bühnen

Open Flair wächst: Donnerstag wird fester Bestandteil

Unter dem Motto „4 Tage – 6 Bühnen“ sollte auch das 26. Open Flair wieder ein voller Erfolg werden, denn schon sechs Wochen vor Festival-Beginn meldete das Organisationsteam: AUSVERKAUFT! Kein Wunder bei einem so hochwertigen Line-up, zu dem unter anderem illustre Acts wie Bad Religion, Jan Delay & Disko Nr. 1, Fettes Brot, The Hives, Ska-P und Madsen zählten.

In diesem Jahr gab es eine große Neuerung: Die See-Area, die erstmalig zum 25. Jubiläum eingeführt worden war und das Publikum gleich begeistert hatte, blieb nicht nur als Veranstaltungsort erhalten. An Stelle des Red-Bull-Busses fand der geneigte Festivalbesucher nun eine professionelle Bühne vor, die in Sachen Sound und Lichttechnik deutlich größere Sprünge erlaubte. Und damit war auch klar, dass der Donnerstag ab jetzt fester Bestandteil der Planungen sein würde. Auch die digitale Präsenz wurde erweitert: Die offizielle Open-Flair-App erblickte das Licht der Welt. Jetzt war es jederzeit möglich, auch mit dem Handy auf dem Laufenden zu bleiben und alle Flair-News im Blick zu haben.

So begann am Donnerstag auf der Seebühne die Party mit Mr. Irish Bastard, die es trotz Stau durch die Menge auf die Bühne schafften und das Flair um 18.30 Uhr eröffneten. Im E-Werk folgte derweil auf die klassische Eröffnungsshow The Fuck Hornisschen Orchestra, das mit seinen eigenwilligen Texten und Melodien bestens unterhielt. Das Seebühnen-Einweihungskommando setzte sich über Dúné und Sondaschule fort, bis nach sieben Stunden Vollgas Grosstadtgeflüster das feiernde Publikum in die erste von lauten Träumen geprägte Nacht verabschiedeten.

Am Freitag trübten dunkle Wolken den Himmel über Eschwege. Zum Glück blieb es aber (äußerlich) trocken. Das E-Werk und der Schlosspark hatten neben musikalischen Perlen wie Jan Koch wortgewaltige Protagonisten zu bieten, denn heute fand der Poetry-Slam statt.  Die ersten Stunden an den Bühnen standen derweil unter einem rockigen Stern: unter anderem Lagwagon, die noch gemeinsam mit No Use For A Name auf der Freibühne performten, Therapy?, Skindred und natürlich NOFX um Frontmann Fat Mike bescherten Eschwege eine geräuschvolle, aber schöne Zeit. Dabei ließen sich NOFX nicht einmal von einem eifrigen Techniker aufhalten und legten sogar spontan noch zwei Songs drauf. Im Anschluss sorgte Jan Delay mit seiner Combo für akustische Abwechslung und füllte 90 Minuten mit Power und sichtlich viel Spaß bei der Sache.  
Der Samstag hatte zu bieten, was nicht nur Festivalbesuchern ein Lächeln ins Gesicht zaubert: Sonne pur! Während im Schlosspark das GlasBlasSingQuintett Liedgut auf Leergut zum Besten gab und Bernd Gieseking seinen Charme versprühte, wurde den Besuchern auf den Bühnen kräftig eingeheizt: The Hives mit Sänger Pelle Almqvist , Ska-P und Madsen ließen die Puppen tanzen.  Das geheime Highlight waren aber Turbostaat: Sie baten bei ihrem Gig die erste Reihe auf die Bühne und installierten so auf der Freibühne einen Flashmob aus singenden Fans. Das nennt man echte Volksnähe.

Am letzten Festivaltag war wettertechnisch erneut Abwechslung angesagt, denn nun hatten Regenponchos und Gummistiefel ihren großen Auftritt! Aber nicht nur der Regenschutz stand im Rampenlicht, sondern vor allem die Acts wie Wir sind Helden, Bela B und Bad Religion, die es trotz (oder gerade wegen) ihrer auf das Wesentliche reduzierten Show schafften, das Publikum zur besten Fernsehzeit in ihren Bann zu ziehen und zu begeistern. Im E-Werk beim Open Mic konnten Mutige sogar erstmals selbst Bühnenluft schnuppern und ihre Starqualitäten vor kundigem Publikum testen.  Den würdigen Abschluss bildeten Fettes Brot mit ihrer mit allen Hits gespickten Show, die allen Feierwütigen schon jetzt große Lust auf das Open Flair 2011 machte. Und das Fazit? Die Seebühne würde wegen des großen Erfolgs beim Publikum erhalten bleiben, und die regendurchweichten Klamotten würden auch wieder trocknen. Alles in allem also ein feuchtfröhliches Flair!
Von Christine Clever

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