OpenFlair Festival

25. Open Flair Festival (2009)

Portrait

Bernd Gieseking
Bild: Bernd Gieseking

Nun schon im 6. Jahr auf dem Open Flair: Notizen aus der & für die ProWinz!
Bernd Gieseking, Manfred Maurenbrecher & Andreas „Spider“ Krenzke

Bernd Gieseking hat diesmal zwei echte Hauptstädter eingeladen. Berlin gibt sich die Ehre und gibt auf die Ohren.

Bernd Gieseking @ 34. Open Flair Festival

  1. Datum: n.n,
    Beginn/Ende: n.n - n.n
    Ort: Kleinkunstzelt

Manfred Maurenbrecher – grandioser Musiker und Texter, er schrieb Texte für Spliff, Hermann van Veen, Renan Demirkan, Veronika Fischer, Ulla Meinecke und andere, schrieb Rundfunkfeatures für RIAS Berlin, NDR, WDR und DLF, aber auch Serienfolgen für „Cobra Elf“ auf RTL. Interessanter Spagat!
Er kollaborierte jahrelang mit Richard Wester und anderen und gründete die legendäre Berliner Lesebühne „Mittwochsfazit“ mit Bov Bjerg und Horst Evers. Und natürlich ist es am geilsten, wenn man ihn hört, diese Stimme, diese fantastischen Geschichten, und wenn er im Piano versinkt und singt, eine wunderbare Kohlenkeller-Stimme, dann soll der Mann gar nicht mehr aufhören. Zahlreiche CDs, sowieso, Bücher, Auftritte. Eine Legende. Ein Hero.

Wenn man einen echten Berliner hören will, dann muss man Spider zu hören. Spider heißt eigentlich Andreas Krenzke und er ist eigentlich aus Berlin-Ost. Dass macht manche Geschichten für die im Westen manchmal noch überraschender. Kein aus Westdeutschland Stammender würde je eine Geschichte erzählen, in der der Papa Kosmonaut ist. Nach „Im Arbeitslosenpark“ ist mit „Imbiss wie damals“ jetzt sein zweites Buch mit CD drin erschienen. Grandiose Geschichten, grandios gelesen. Er ist zu Hause auf den Berliner Lesebühnen, seit 1996 ist er unterwegs mit seinen Stories und Geschichten. Berlin-Besucher und –Bewohner können ihn jeden Dienstag hören bei „LSD – Liebe statt Drogen“ und Mittwochs bei den „Surfpoeten“.

Bernd Gieseking ist mittlerweile auf dem Festivalgelände festgewachsen, und wenn er sich nicht ab und zu ein Bier holen würde oder irgendwo in Deutschland auftritt, würde man ihn wohl langsam mit einem Baum verwechseln. Mindestens mit einem Busch. Gieseking lebte lange in Kassel, heute in Dortmund, ist aber eigentlich ein „Ostwestfalien Alien“, daher stammt auch sein philosophischer Lebensbegleiter Konfusion, der große ostwestfälische Weise. (Konfusion sagt: „Das Schöne am Leben ist, man kann immer die Ausnahme sein.“) Seit Jahren lädt Gieseking beim Open Flair am Samstag Nachmittag zur satirischen Lesung und die Spitzen der Szene kommen vorbei, genauso wie Entdeckungen und Überraschungen. Er selber ist Kabarettist und Autor, und gastiert jährlich Ende Dezember mit seinem Jahresrückblick „Ab dafür!“ in Eschwege. Neben satirischen Texten, komischen Gedichten und skurrilen Dramen schreibt er Theaterstücke und Kinderhörspiele oder über seine Reisen durch die Welt. (“In der Arktis, da wo Knut noch gegessen wird“) Nach Eschwege bringt er wieder einen Sack voll neuer Geschichten mit, erinnert sich an Stammessen 1 und wie er sein Studium überlebte und berichtet von seinem Einkaufsabenteuer, als er für einen Kindergeburtstag einen „SpongeBob Sandwichmaker“ kaufen muss.

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