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01.09.2008

Exklusiv Interview

Bela B. über das Open Flair 2008

Unser flärfäst war ein voller Erfolg – das finden auch Die Ärzte. Eine Woche nach ihrem Auftritt beim Open Flair 2008 gab Bela B. uns ein exklusives Interview.

OF: Wie viel Zeit haben wir für das Gespräch?
Bela B.: Kürzer ist mir lieber, wir sind gerade ziemlich erledigt. Wir hatten vor zwei Tagen zwar einen freien Tag, aber da sind wir gereist und deswegen fehlt uns ein bisschen freie Zeit und Erholung. Wir sind von Budapest nach Erfurt und Düsseldorf, dann von dort nach Prag und dann – wo waren wir denn gestern – in Bayern, und jetzt die relativ kurze Strecke nach Österreich.

OF: War die Rundfahrt zur kleinen Bühne und zum Kleinkunstzelt mit dem Shuttle-Bus auf dem Open Flair 2008 denn gemütlicher?
Bela B.: (lacht) Das ist natürlich so eine Sache, die wir öfter machen. Es ist ja inzwischen gang und gäbe, dass es auf Festivals verschiedene Bühnen und verschiedene Programme gibt und im Falle vom Open Flair gab es da auch noch eine Kleinkunstbühne, was ich sehr mutig fand und auch sehr ungewöhnlich. Da sollte unser alter Freund Leo Bassi auftreten, was er leider nicht konnte, weil er seine Stimme kurz vor dem Konzert verloren hat – aber das ist eine andere Geschichte. Farin und ich hatten jedenfalls die Idee, ihn zu besuchen, weil wir vor über 20 Jahre mal gemeinsam aufgetreten sind – auf einer Veranstaltung, wo der Organisator ähnlichen Mut hatte, zwei so unterschiedliche Acts einzuladen wie Leo Bassi und eben Die Ärzte. Also haben wir uns da hin fahren lassen und auf dem Weg haben wir uns noch eine halbe Stunde Blackmail angeguckt. Das war ganz schön für uns. Weil wir als Headliner nicht so ohne Weiteres über ein Festivalgelände laufen können, hat man uns angeboten, uns mit einem kleinen Transporter von einer Bühne zu anderen zu fahren, damit wir uns das anschauen können, anstatt einfach nur die ganze Zeit hinter der Bühne zu sitzen und ein Wässerchen nach dem anderen zu trinken.

OF: Habt Ihr Euch das zu dritt angeguckt?
Bela B.: Nein, Rodrigo ist etwas später gekommen und das war ihm dann zu stressig. Aber Farin kannte Blackmail noch gar nicht und hat sich sehr gefreut, dass ich ihn mitgenommen habe und er sich später noch ein bisschen mit dem Sänger unterhalten konnte. Wenn man die Möglichkeit hat, mache ich das schon gerne, auch andere Bühnen zu besuchen. Aber es ist halt oft ein bisschen schwierig, das alleine zu Fuß zu machen, wenn man so bekannt ist wie wir.

OF: Du warst bereits 2007 mit Deiner Band Y Los Helmstedt auf dem Open Flair. Welchen Eindruck hast Du von dem Festival?
Bela B.: Das ist ein tolles Festival mit einem schönen Gelände, man kann von überall gut sehen, weil es flach ist. Und die Stimmung ist sehr gut. Sie ist auch hinter der Bühne sehr kommunikativ und familiär, man ist nicht so abgeschottet. Zwischen den Garderoben gibt es Sitzgelegenheiten und da hängt man dann zusammen herum. Als wir jetzt mit Die Ärzte gespielt haben, haben wir die Donots wieder getroffen. Das sind ganz liebe Kerle, mit denen wir neulich schon auf einem Festival zusammen gespielt haben, aber irgendwie spielen wir immer parallel auf verschiedenen Bühnen und deswegen können wir uns gegenseitig nie besuchen. Aber so können wir wenigstens miteinander reden. Unser Privatleben findet auf einer Tournee ja hauptsächlich in Backstage-Räumen statt und wenn man dann dort was erleben kann, ist das für uns ein Geschenk.

OF: Das Open Flair bemüht sich um höchstmöglichen Umwelt- und Naturschutz. Ihr habt ja selbst während Eures Auftrittes die Aktion Viva con Agua unterstützt, in dem Ihr Euch mit Pfandbechern bewerfen lassen habt…
Bela B.: Ja, wir waren auch gerade auf dem Highfield, da haben wir es noch mal gemacht…

OF: Du spürst die Becher noch im Nacken, oder?
Bela B.: (lacht) Auf dem Highfield haben wir Helme aufgesetzt. Es ist ja so: Du erreichst viele Leute und es gibt nun doch schon etliche Bands, die sich engagieren oder wenigstens verbal äußern, um ihre Fans zu mobilisieren. Wenn das dann Festivalbetreiber unterstützen und mitmachen – und das sind ja beim Open Flair keine Veteranen, die mit amerikanischen Agenten in irgendwelche Edelpuffs gehen. Das sind junge und an Musik interessierte Leute, die zuallererst Spaß daran haben ein richtig gutes Festival auf die Beine zu stellen und die mit steigenden Besucherzahlen belohnt werden. Und wenn die sich Hand in Hand mit den Bands auch für die Umwelt einsetzen, ist das eine gute Sache. Da wird nicht viel Aufhebens drum gemacht, das wird einfach gemacht.

Becks HR3 E-Werk Eschwege Fritz Kola